Aktueller Träger des Einhard-Preises

Joachim Radkau


Aktueller Träger des Einhard-Preises ist der Bielefelder Historiker Joachim Radkau. Er erhielt die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung für seine Biographie des ersten deutschen Bundespräsidenten Theodor Heuss. Die Laudatio bei der feierlichen Preisverleihung im März 2015 hielt Gertrude Lübbe-Wolff, Professorin für Öffentliches Recht an der Universität Bielefeld und ehemalige Richterin des Bundesverfassungsgerichts.

Lübbe-Wolff würdigte Radkaus Biographie als ein „wunderbares Buch“, das in seiner Deutung der Person und Wirkung Theodor Heuss’ „das Beste leistet, was ein historisches Werk leisten kann, nämlich Vergangenes beleuchtet in einer Weise, die auch Gegenwärtiges erhellt“. Radkau sei es gelungen, seiner Lebensbeschreibung des ersten Bundespräsidenten eine Aktualität zu verleihen, „die man dem Gegenstand nicht auf den ersten Blick ansieht“.

Wechsel im Kuratorium der Einhard-Stiftung

Hartwig folgt auf Altwegg


Neues Mitglied im Kuratorium der Einhard-Stiftung ist die Literaturkritikerin und Autorin Dr. Ina Hartwig. Sie folgt auf Dr. Jürg Altwegg, Kulturkorrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit Sitz in Genf. Ina Hartwig, 1963 in Hamburg geboren, hat Romanistik und Germanistik in Avignon und Berlin studiert. Ihre Dissertation über „Sexuelle Poetik“, eine vergleichende Arbeit über Proust, Musil, Genet und Jelinek, erschien 1998 im S. Fischer Verlag. Neben Lehrtätigkeiten an der FU Berlin, in St. Louis und Göttingen war sie viele Jahre lang verantwortliche Literaturredakteurin bei der Frankfurter Rundschau und arbeitet heute als freie Kritikerin, vor allem für die Kulturzeit auf 3sat, Die Zeit und die Süddeutsche Zeitung. 2011 wurde sie mit dem Alfred- Kerr-Preis für Literaturkritik und dem Caroline-Schlegel-Preis der Stadt Jena ausgezeichnet. Ebenfalls im S. Fischer Verlag erschien 2012 ihre Essaysammlung „Das Geheimfach ist offen. Über Literatur“.