Dienstag, 24. Januar 2017, 20 Uhr

Seligenstädter Biographiegespräch mit Ina Hartwig


Dr.phil. Ina Hartwig, die neue Frankfurter Kulturdezernentin, ist seit 2015 Jurorin im Kuratorium der Einhard-Stiftung, dem die Auswahl der Preisträger des Einhard-Biographiepreises obliegt.


© Renate von Mangold

Im Gespräch mit Alexandra Kemmerer wird sie über ihr Projekt einer Biographie der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann berichten, aber auch grundsätzliche Fragen biographischen Forschens und Schreibens erörtern. Die Veranstaltung findet statt am 24. Januar 2017 um 20 Uhr im Winterrefektorium der ehemaligen Benediktinerabtei in Seligenstadt.

Geboren 1963 in Hamburg, studierte Ina Hartwig Romanistik und Germanistik in Avignon und Berlin und wurde an der Universität Essen promoviert ("Sexuelle Poetik. Proust. Musil. Genet. Jelinek", Frankfurt am Main 1998). Nach vielen Jahren als verantwortliche Literaturredakteurin der „Frankfurter Rundschau“ (1997-2009) und Herausgeberin des „Kursbuch“ (2002-2005) war sie freischaffende Autorin, Kritikerin und Moderatorin. Sie hatte Gastprofessuren in St. Louis (USA), Göttingen und Leipzig inne, und schrieb u.a. für die „Die Zeit“ und die „Süddeutsche Zeitung“. 2011 wurde sie mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet. Im S. Fischer Verlag erschien ihre Essaysammlung „Das Geheimfach ist offen. Über Literatur“ (2012). Für den Film „Die Geträumten“ (Österreich 2016) verfasste sie zusammen mit der Regisseurin Ruth Beckermann das Drehbuch. Im akademischen Jahr 2015/16 war sie Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Seit Juli 2016 ist sie Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main.

Ina Hartwigs Gesprächspartnerin, die Juristin und Publizistin Alexandra Kemmerer, ist Senior Research Fellow am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, dessen Berliner Büro sie leitet. Sie schreibt u.a. für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Seit 2010 ist sie Mitglied im Kuratorium und Präsidium der Einhard-Stiftung zu Seligenstadt.