Preisträger 2003
Joachim C. Fest †

Historiker, Publizist, Professor, Doktor h.c
Für sein biographisches Lebenswerk unter Berücksichtigung der Arbeiten zu Albert Speer

„Mit dem Preis wird sein Wirken auf dem Gebiet der politischen, zeithistorischen Biographie, für sein jüngstes Werk über Albert Speer, zugleich aber für die lange Reihe von Biographien und Portraits zum deutschen 20. Jahrhundert geehrt.

Seit der Essaysammlung „Das Gesicht des deutschen Reiches“ haben Joachim Fest die Figuren des deutschen Unheils unter dem Nationalsozialismus nicht mehr losgelassen. (Nach eigenem Bekunden nicht immer freiwillig, ein eher ungeliebter Gegenstand). In zahlreichen Publikationen, insbesondere seinem Hauptwerk über Hitler, ist es Fest gelungen, diese Epoche auf moralisch wie stilistisch gleichermaßen eindrucksvolle Weise in ihren äußeren Abläufen, aber gleichzeitig auch in ihrer seelischen und kulturellen Dynamik erzählerisch zu vergegenwärtigen. So hat Fest auf dem schwierigen Terrain der neueren Geschichte den großen Stil der Historiographie erneuert und die glanzvolle Tradition der politischen Biographie fortgesetzt“.

(Votum des Kuratoriums)



weiter zur Rede des Preisträgers und der Laudatio