Einhard –
Seligenstadt, eine Schenkung Ludwigs des Frommen



Am 11. Januar 815 erhielten Einhard und seine Gemahlin Imma aus kaiserlicher hand das fränkische Hofgut Mulinheim, dessen heutiger Name Seligenstadt seit etwa 840 belegt ist, sowie die Mark Michelstadt im Odenwald. Daneben hatte der Herrscher Einhard sieben über die ganze zentraleuropäische Welt verstreut gelegene Reichsklöster zu Lehen gegeben, in denen er das Amt eines Laienabtes ausübte: Östlich des Rheins Fritzlar, im heutigen Frankreich die Abteien St. Cloud bei Paris und St. Wandrille am Unterlauf der Seine bei Rouen, in den heutigen Niederlanden St. Servatius in Maastricht, im heutigen Belgien die beiden Klöster St. Bavo und Blandinium in Gent sowie im heutigen Italien das Stift San Giovanni „Domnarum“ in der alten langobardischen Residenzstadt Pavia.