Die wissenschaftliche Pflege
des Andenkens an Einhard und Erforschung
Einhards und seiner Zeit




Echtheit der Gebeine von Einhard und Imma

Bei der Öffnung des Sarkophages am 04. Oktober 2004 in Zusammenarbeit mit der Einhard-Arbeitsgemeinschaft und der Ordensbruderschaft vom Steyffen Löffel wurden entsprechende Proben der Gebeine entnommen. Mit Hilfe der Radiocarbon-Methode wurde festgestellt, dass der Mann um 835 im Alter von etwa 70 Jahren gestorben war; er müßte also um 765 geboren worden sein. Der Mann war nur 1,62 Meter groß. Einhards Geburtsdatum ist unsicher, wird jedoch auf etwa 760 geschätzt; er starb am 14. März 840 in Seligenstadt. Zahlreiche Urkunden enthalten Hinweise, daß er klein von Wuchs gewesen sei. Es liegt damit eine gute Übereinstimmung vor.

Das Todesjahr der Frau datierten die Wissenschaftler auf etwa 840. Imma, starb um 836. Auch hier liegt eine gute Übereinstimmung vor.

Seligenstädter Biographiegespräche

Zur Pflege des Andenkens Einhards gehört auch die Förderung der biographischen Literatur. Hierzu wurde erstmals am 14. März 2008, zusammen mit dem Kulturring Seligenstadt, eine Autorenlesung durchgeführt. Uwe Wittstock, promovierter Literaturkritiker und Kulturkorrespondent der WELT, stellte seine Biographie „Marcel Reich Ranicki – Geschichte eines Lebens“ vor. Anschließend diskutierte der Verfasser in einem „Biographiegespräch“ mit Bernt Ture von zur Mühlen, Autor, Literaturwissenschaftler und Dozent an den Schulen des Deutschen Buchhandels, die Möglichkeiten und Grenzen einer Lebensbeschreibung.

Beiträge zum Einhard Symposium

Das zweite internationale Symposium zu Leben und Werk Einhards wurde im September 2008 in Seligenstadt durchgeführt. Unter der Schirmherrschaft des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch wurde diese wissenschaftliche Tagung von der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten in Hessen und dem Magistrat der Stadt Seligenstadt, zusammen mit der Einhard-Arbeitsgemeinschaft, dem Förderkreis Historisches Seligenstadt und der Einhard-Stiftung veranstaltet. Dr. Herman Schefers von der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten, der ebenfalls Mitglied des Präsidiums der Einhard Stiftung ist, oblag die wissenschaftliche Leitung. Eine der Vorträge befasste sich mit der dem gerichtsmedizinischen Untersuchung, das die Echtheit der Gebeine von Einhard und Imma in Seligenstadt bestätigte, eine Arbeit die von der Stiftung mit unterstützt wurde. Weiterhin beteiligte sich die Stiftung mit einem Poster, um ihre Aktivitäten vorzustellen.