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Der Einhard-Preis

Mit dem Einhardpreis wird eine herausragende Biographie einer Persönlichkeit ausgezeichnet, deren wissenschaftliches, religiöses, politisches, künstlerisches oder wirtschaftliches Lebenswerk in einer engen Beziehung zu Europa steht. Dabei ist Europa keineswegs nur politisch zu verstehen, etwa im Sinne der Europäischen Union, sondern vor allem geschichtlich und ideengeschichtlich. Während die in der Biographie vorgestellte Person in ihrem Wirken einen Europabezug aufweisen muß, kann der mit dem Preis ausgezeichnete Autor auch in einem außereuropäischen Land leben.
 

Einzelheiten des Preises

Der Preis wird in mehrjährigen, tunlichst zweijährigen Abständen verliehen. Die Preissumme von jeweils Euro 10.000 wird gespeist aus den Erträgen des von den Stiftern aufgebrachten Kapitals, das in seinem Bestand nicht geschmälert werden darf. Diese Erträge werden ergänzt durch ad-hoc-Spenden, die von der Stiftungsidee nahestehenden Personen und Institutionen er-bracht werden. Daraus läßt sich ersehen, daß die Stiftung ihrem Ursprung als reine Bürgerinitiative treu geblieben ist. Sie erhält – abgesehen von den mit der Anerkennung der Gemeinnützigkeit verbundenen Steuervorteilen – keine öffentlichen Mittel.

Der Preis ist als Anerkennungs- und nicht als Förderpreis konzipiert. Die Auswahl der Preisträger und der zu würdigenden Bio-graphie obliegt dem Kuratorium der Stiftung. Drei der Mitglieder des Kuratoriums sind sachkundige Persönlichkeiten von national-em Rang, zwei weitere gehören ihm als Vertreter der Stiftung an.

Die Verleihung des Preises

Der Preis wurde bisher zehnmal vergeben, erstmals 1999. Die Verleihung findet in zeitlicher Nähe zu Einhards Todestag, dem 14. März statt. Die Feier beginnt mit einem „Memento Einhardi“ in seiner Grabeskirche, der Basilika St. Marcellinus und Petrus, dem folgt der Festakt in der Stadthalle, dem Saal des „Riesen“ in der Nähe des Marktplatzes, wohin sich die Festversammlung von der Kirche in einer lockeren Prozession begibt.

Das Gedenken Einhards in der altehrwürdigen Basilika hat die Preisverleihung unverwechselbar gemacht. Nach einer Lesung aus oder zu Schriften Einhards, wird traditionell der „Engelsturm“ für Orgel, Pauken, Trompeten und Glocken von Thomas Gabriel aufgeführt

Die musikalische Begleitung des anschließenden Festaktes in der Stadthalle, dem „Riesen“ unweit des Marktplatzes, wird regel-mäßig herausragenden Interpreten der jüngeren Generation übertragen, die damit ein Podium erhalten.