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Stadtporträt

Seligenstadt am Main, Mittelzentrum in der Region Rhein-Main (Kreis Offenbach) hat rund zwanzigtausend Einwohner, liegt verkehrsgünstig mit Anschluss an die Autobahnen A3 und A45 sowie der Bahnstrecke Hanau-Eberbach-Stuttgart und unweit des Flughafens Frankfurt. Zu den zentralen Einrichtungen gehören u.a. das Amtsgericht, der Sitz der Sparkasse Langen-Seligenstadt und die Polizeistation für den Ostkreis, das Landschaftsmuseum, die Asklepios-Klinik (ehemalige Kreisklinik) sowie eine chirurgische Privatklinik (Emma-Klinik) und das Regionalkantorat für die katholischen Dekanate Offenbach, Hanau und Seligenstadt. Dienst-eister aller Sparten, Handel, Handwerk, Gastronomie und ein breites sportliches Angebot sind in der Lage, hohe Ansprüche zu befriedigen. Die Lage am Fluss, wertvolle historische Bausubstanz, ein gegliedertes Schulwesen bis zur Reifeprüfung (Einhard-gymnasium) und eine waldreiche Umgebung stärken den Wohnwert.
 

Die Geschichte Seligenstadts

Stadtrechte sind verbürgt seit 1175. Das Selbstbewusstsein der Bürger brach sich 1330 Bahn, als es gelang, dem Stadtregiment einen gewählten Bürgermeister hinzuzufügen. 875 hielt Kaiser Ludwig der Deutsche in Seligenstadt den Fürstentag ab, 1188 Kaiser Friedrich Barbarossa einen glänzenden Hoftag. 1792 nahm Franz II, der letzte Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, vor seiner Krönung in Frankfurt am Main in der Prälatur des Klosters Quartier. 1803 gelangte die Stadt aus kur-mainzischer unter hessen-darmstädtische Herr-schaft. 1965 be-suchte Bundeskanzler Prof. Ludwig Erhard die Stadt und in den 80er Jahren Bundespräsident Richard von Weizsäcker. Im Som-mer 2005 fand in der ehemaligen Benediktinerabtei eine gemein-same Sitzung der Bayerischen Staatsregierung unter Minister-präsident Edmund Stoiber und der Hessischen Staatsregierung unter Ministerpräsident Roland Koch statt.

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Wissenschaft & Kunst

Von ihren Ursprüngen bis in die Gegenwart ist der Begriff »Kulturstadt« - ohne dass er offiziell gebraucht wird - für das Gemeinwesen kennzeichnend. Die Stadt geht zurück auf Einhard, den großen mittelalterlichen Gelehrten, Vertrauten und Biographen Karls des Großen, der u.a. die fränkische Siedlung Obermulinheim 815 von Karls Sohn Ludwig dem Frommen als Schenkung erhalten hatte, hier ein Kloster nach der Regel des Heiligen Benedikt begründete und die heute nach ihm benannte Wallfahrtskirche mit den aus Rom auf umstrittene Weise erworbenen Reliquien der frühchristlichen Märtyrer Marcellinus und Petrus (Stadt der Seligen!) auf und aus den Trümmern eines Limes-Kastells errichtete. Bis zu seiner Aufheb-ung in der Säkularisation von 1803 war das Kloster ein weithin ausstrahlender Hort von Wissenschaft und Kunst.

Um 1433 wurde in der Stadt Hans Memling geboren, der als Maler der nieder-ländischen Schule in Brügge zu Ruhm, Ehre und Bürgerrecht gelangte.. Neuere Forschungen geben Anlass, auch Matthias Grünewald als zeitweiligen Bürger der Stadt anzusehen. Er besaß sehr wahrscheinlich im ersten Jahrzehnt des 16. Jahr-hunderts eine Zweitwohnung in Seligenstadt, das zu jener Zeit einen kulturellen Höhepunkt erlebte. Ein enger Freund Matthias Grünewalds war der berühmte Orgelbauer Arnold Rucker. Auch die Buchdruckerkunst hat einen Vertreter, des-sen Name mit Seligenstadt verbunden ist: Johannes Herbort ist hier geboren. 1872 erblickte der spätere Ehrenbürger Franz Böres in Seligenstadt das Licht der Welt, der in Stuttgart als Maler und Gestalter von Industrieprodukten des Jugend-stils Bedeutung erlangte.

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